| NPD-Kundgebung am 10. September in Ohrdruf gestört |
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| 11.09.2005 | |
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Am 10. September blies die NPD zur „Großkundgebung“ nach Ohrdruf. Gefolgt waren dem Aufruf 38 Neonazis. Die Veranstaltung wurde gestört durch engagierte BürgerInnen, Punks, Alternative und antifaschistisch-aktive Menschen. Im als „braunste Stadt Deutschlands“ propagierten Ohrdruf positioniert sich endlich Widerstand gegen den faschistischen Alltag. So störten mehr als 30 AntifaschistInnen die NPD-Kundgebung mit Transparenten, Plakaten und teils auch lautstark.
NPD marschiert auf dem Ohrdrufer Marktplatz auf Gegen 10 Uhr versammeln sich am Samstagmorgen die ersten Neonazis auf dem Ohrdrufer Marktplatz. Die Teilnehmerzahl kulminierte zu Veranstaltungsbeginn um 11 Uhr. Ganze 30 RechtsextremistInnen hatten sich zur -als Großkundgebung propagierten- Versammlung gefunden. Den Marktplatz schändeten nun 2 NPD-Transparente und eine Lauti-PKW aus Weimar (KFZ: WE-NP-41). Die Veranstaltung wurde laut Auflagenbescheid mit Beiwohnen von 2 Ordnern genehmigt und durch hohe Polizeipräsenz durchgesetzt. Für einen geregelten Ablauf von Seiten der Neonazis sorgten also THS-Kopf Sebastian Reiche und Ex-Knasti Patrick Wieschke, letzterer jedoch nicht auf Dauer. Erst nach antifaschistischem Engagement bemerkte Polizeieinsatzleiter Raymond Walk, dass Wieschke mehrfach vorbestraft ist und erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde. Kurzerhand durfte Patrick seine Binde einem Kameraden überlassen. Die von der NPD angekündigte Prominenz fand sich jedoch nicht im Ohrdrufer Stadtzentrum ein. Rita Hoffmann (Listenplatz 1) versetzte die Kameratten und blieb der Kundgebung fern. Trost spendete der NPD-Landesvorsitzende Frank Schwerdt, welcher die Reden von Direktkandidat Michael Burkert und dem bekennenden Faschisten Patrick Wieschke gelangweilt verfolgte. An PassantInnen verteilten die „Nationaldemokraten“ reichlich Propaganda, von NPD-Pamphleten bis hin zur „Schulhof-CD“. Für die Entsorgung des Mülls war diesmal allerdings gesorgt. Antifaschistischer Protest in der „braunsten Stadt Deutschlands“ Nach der Enttäuschung vom 21. Mai diesen Jahres, als 55 Nazis ungestört ganz Ohrdruf beschallen konnten, fand sich diesmal antifaschistischer Protest vorm Marktplatz ein. Und das wider den Aufruf der Parteien der Stadt, welche das Problem durch Wegschauen/Ignorieren lösen wollten. Glücklicherweise gab es doch noch Menschen, für die die Logik „Augen zu, dann ist das Naziproblem verschwunden“ etwas zu pseudo war. Von Seiten der Stadt gab es nur ein Transparent, mit der Aufschrift: „RECHTE RAUS – Fordern die Bürger der Stadt Ohrdruf“, welches am Marktplatz über der Kundgebung aufgehängt wurde. Ca. 30 BürgerInnen, Punks und AntifaschistInnen versammelten sich vorm NPD-Kundgebungsplatz und störten die Neonazis mit Transparenten, Plakaten, teils auch lautstark. Applaudieren mussten sich die Neonazis diesmal selbst, Resonanz zeigte die Aktion keine, zumindest keine positive. Auch Nazipropaganda wurde in eigens dafür vorgesehene Mülleimer entsorgt(siehe Photos). Schon im Vorfeld der NPD-Kundgebung klebten AntifaschistInnen in Ohrdruf Plakate, auf denen u.a. über den Direktkandidaten der NPD(Gotha-Ilmkreis) Michael Burkert aufgeklärt wurde. Gegen 13 Uhr endete die Veranstaltung. Die NPD packte ein, die Polizei rückte ab. Kein Grund jedoch für die anwesenden NeofaschistInnen ihre Versammlung aufzulösen, warum auch, wenn die Cops Platz machen. Ungehindert verweilten die Kameraden noch eine Weile auf dem Marktplatz. Resümee: Ein wichtiger Schritt in der „braunsten Stadt Deutschlands“, eine Stadt mit einer grausamen Geschichte, an einem Ort, wo Stadt, PolitikerInnen und Polizei den Neonazis seit jeher Platz machen, formierte sich unerwartet Protest, welcher hoffentlich ein Signal setzten konnte, welches über den Tag hinaus geht und den Beginn einer positiven Entwicklung in Ohrdruf manifestiert. Fotos: (wer Angaben zu den abgebildeten Personen machen kann, schreibt einfach an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Zur Anzeige muss Javascript aktiviert sein. ) Passbilder: |
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