|
22.01.2006 |
Inhalt:
1. Nasses Eck 2. Gaststätte Eintracht 2. Sonstiges
1. Nasses Eck
Die Kneipe abseits von Arnstadt, im benachbarten Haarhausen gilt als neues Domizil der rechten Szene. Nach uns zugespielten Informationen haben dort bereits mehrfach Feiern der rechten Szene stattgefunden, unter anderem eine Veranstaltung am Abend der Bundestagswahl im September 2005 oder am 2. November 2005 ein Auswertungstreffen der rechtsextremen Kundgebung vom 26.11.05, bei der vor dem Gebäude die Fahrzeuge einschlägiger Naziaktivisten, inklusive dem Gothaer Lautsprecherwagen parkten. Inzwischen finden dort häufiger Kameradschaftsabende der Arnstädter Neonaziszene statt. So ist es auch nicht verwunderlich das der Inhaber der Gaststätte, Frank Hartung, selbst in den veröffentlichten Kundendaten des rechtsextremen Versandes „Front Records“ als Besteller auftaucht.
2. Gaststätte Eintracht
Die Gaststätte Eintracht, in den Gartenanlagen vom westlichen Teil der Stadt galt einige Zeit lang als Treffpunkt der rechten Szene, wird jedoch seit antifaschistischer Öffentlichkeitsarbeit inzwischen kaum noch von Naziklientel frequentiert. Anhänger der Kameradschaft nutzten die Kneipe nicht nur als Treff sondern auch als Veranstaltungsort. So zum Beispiel am 26. März 2005, als der Nazikader Sven Geyer eine Saalveranstaltung mit dem Rechtsterroristen Peter Naumann in jener Gaststätte initiierte. Inhaber der Lokalität hat laut eigenen Aussagen nur finanzielle Interessen, ihm sei es egal wer dort Treffen abhalte. Bei der Naumann-Veranstaltung mit dem Thema "Gedenken an die Opfer der Nürnberger Prozesse" nahmen etwa 30-50 Neonazis aus dem Ilmkreis teil.

3. Sonstiges
Zu weiteren Treffpunkten der Neonazi-Szene zählen unter anderem der Steinbruch in Plaue sowie die ehemalige Brauerei Karl Marien-Quelle, in der das größte Rechtsrock-Konzert in Thüringen im Jahr 2004 mit 350 Neonazis stattfinden sollte, welches jedoch verhindert wurde.

|