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Thüringer Verfassungsschutz auf dem rechten Auge blind? PDF Drucken E-Mail
12.08.2005
Wie das Landesamt für Verfassungsschutz in einer Pressemeldung vom 4. August bekannt gab, fanden im Jahr 2005 bisher fünf Skinheadkonzerte in Thüringen statt. Wahrscheinlich wurden die anderen Veranstaltungen bewusst verschwiegen, um den rechten Trend, insbesondere die Zunahme von Konzerten der rechtsextremene Szene in Thüringen, zu verleugenen. Wir helfen unseren treuesten Besuchern aus der Erfurter Haarbergstraße jedoch gerne auf die Sprünge.

 

Hier eine vollständige Auflistung:


Interessant ist vor allem, dass einige Konzerte sogar in früheren Monatsberichten erwähnt, jedoch nicht im Artikel über den angebeben Berichtszeitraum Januar bis Juli 2005 aufgeführt werden. Völlig ausgeblendet wurden die großen Open-Air Veranstaltungen wie der "4. Tag der nationalen Jugend in Weimar", das "Fest der Völker" in Jena oder das "Rock gegen den Krieg" in Gera. Die Rechtsrock-Konzerte wurden von der NPD als Parteiveranstaltung angemeldet und in den Monaten Mai, Juni und Juli mit rechten Skinheads und neofaschistischen Bands aus ganz Europa durchgeführt.

Dass der Thüringer Verfassungsschutz damit nicht zum ersten mal deneben greift, haben zahlreiche Geschehnisse in der Vergangenenheit bewiesen. Einerseits werden AntifaschistInnen systematisch überwacht und kriminalisiert, andererseits erweist sich die Erfurter Spitzelbehörde als nazifördernde Institution, die rechtsextreme Kader wie Thomas Dienel (NPD-Vorsitzender), Tino Brandt (Kopf des Thüringer Heimatschutzes), Manfred Reich (Schatzmeister der Thüringer DP) oder Marcel Degner (Blood & Honour Sektionsführer) jahrelang mit mehreren Hunderttausenden Euro bzw. Mark finanzierte und somit den Aufbau einer rechten Szene geradezu vorrantrieb.

 
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